Trainingstagebuch *1*

Reitstunde 21.10.2017

 

Nachdem ich die letzte Woche über etwas angeschlagen und dementsprechend schlecht auch die letzte Trainingseinheit ausgefallen war, hielt sich meine Motivation in Grenzen. Ich war aber wieder einigermaßen auf dem Damm und bekanntlich wird es ja oft gut, wenn man eigentlich keine Lust hat. So ähnlich war es dann auch. Wir hatten sicher nicht unsere beste Stunde bisher, aber es war eine solide Runde.

Anfangs, im Leichttraben, tat er sich ein wenig schwer sich v/a zu dehnen und überhaupt Anlehnung zu suchen – das Problem haben wir manchmal noch. Dem wirken wir mit Schenkelweichen, Übertreten lassen der Hinterhand auf der Zirkellinie, Schulterherein und Zirkel verkleinern sowie vergrößern entgegen. Im Moment lässt er sich dann immer zuerst auf der linken Hand fallen und später dann auch auf der rechten Hand. Schulterherein reite ich selber ja noch nicht so lange, aber so langsam bekomme ich ein Gefühl dafür wie es sein muss. Dazu muss ich sagen, dass Ani das auch wirklich toll macht. Sicherlich gebe ich hier nicht immer und durchgängig die korrekten Hilfen und dennoch versucht er es so gut es geht umzusetzen. Offenbar fand das auch unsere Trainerin, so dass sie anordnete Schulterherein auf der Viertellinie zu reiten! Mir war schon klar, dass das nichts wird, aber das volle Ausmaß der Katastrophe wurde mir erst bewusst, als Ani und ich wie zwei Betrunkene von einem Ende der Halle zum anderen wankten. Ohne die Sicherheit der Bande konnten wir beide die Linie überhaupt nicht halten. Später in der Trabarbeit (aussitzen) war er dann wieder recht fluffig und durchs Genick, so dass ich schön zum Sitzen kam. Wir reiten in dieser Phase weiterhin Schenkelweichen und Schulterherein, Volten in allen Variationen und bauen Übergänge zum Halten ein. Die sind im Moment oft nicht so schön – er hebelt sich hier für einen kurzen Moment aus der Anlehnung, bevor er wieder abkippt. Das bin ich schon mal besser geritten, daher habe ich mir vorgenommen Übergänge für mich alleine vermehrt zu üben.

An 9 von 10 Tagen ist Ani ein Pferd, das immer alles richtig machen will und sich anstrengt den Reiter zufrieden zu stellen. Das ist für mich etwas ganz tolles, denn das kenne ich von Sellerie gar nicht. Nachdem wir also immer im Wechsel Schenkelweichen und Schulterherein geritten sind, sollte ich auf eine Volte abwenden – in dem Moment hat Ani gedacht, dass ich Schulterherein einleiten möchte und hat es quasi vorweg genommen. Das war natürlich verkehrt und ich bin dann konsequent auf die Volte abgewendet, aber was für ein Streber ❤

Trainingstagebuch 1

Seit kurzem haben wir auch das Rückwärtsrichten aufgenommen, was ich vorher auch noch nie so richtig, also mit korrekter Einwirkung und Durchführung, geritten bin. Letzte Woche hat Ani einmal probiert, ob er streiken kann. Er ist partout keinen Meter weiter nach hinten gegangen. Meine Trainerin hat in dem Moment darauf bestanden, dass wir das zu meinen Gunsten ausdiskutieren. Das war zwar etwas mühselig, hat sich aber offenbar ausgezahlt, denn gestern ist er sofort im ersten Durchgang flüssig und diagonal fußend rückwärts getreten. Er stand minimal schief, was aber mein Verschulden war. Demnach haben wir es auch dabei gelassen und uns dem Galopp gewidmet.

Hier haben wir im Moment noch die größten Probleme. Meine Trainerin sagt im Schritt und Trab habe ich die richtigen Köpfe gefunden. Da weiß Ani auch, dass er „nicht mehr viel zu melden“ hat. Im Galopp reagiere ich zu langsam und dadurch haben wir dann zeitweilig echte Anlehnungsprobleme. Ich hoffe dass wir das in den kommenden Wochen beheben können. Außerdem drängelt er hier auch immer etwas über die äußere Schulter hinweg – ich bin zwar der Meinung ich begrenze schon recht deutlich mit dem äußeren Bein und dem äußeren Zügel, aber offenbar noch nicht deutlich genug. Wir reiten hier viele schnelle Galopp-/Trabübergänge und dann merke ich deutlich, dass er lockerer wird. Anschließend sind wir dann noch auf beiden Händen v/a leichtgetrabt. Eigentlich wollte ich zum Trockenreiten eine kleine Schrittrunde ins Gelände und bei der Gelegenheit meine neuen Trainingsdecke ausprobieren, aber die Reiterin die nach mir Unterricht hatte ist die Runde vor der Stunde gegangen und meinte, dass dort recht unkontrolliert fünf Hunde herumtollen würden. Demnach sind wir mit unserem Trainingsdeckchen draußen auf den Platz und dort noch 10 Minuten Schritt gegangen.

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